2.11 Fragen, Diskussion, Standpunkte

Im Anschluss an die Module geben die Referenten allen Beteiligten die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Kritik zu üben sowie eigene Standpunkte und Sichtweisen darzustellen und vielleicht dadurch die Diskussion anzuregen.
Dieser letzte Abschnitt ist auch für die Referenten von großer Bedeutung, da diese Rückkopplung ein Verständnis für die Gesamtsituation vermittelt sowie mögliche Veränderungen der Programminhalte und Vorgehensweisen anzeigt. Wichtig ist insbesondere ein Verständnis von Einstellungen und Sichtweisen, auf die man im Rahmen einer HIV/AIDS-Aufklärungskampagne trifft. Ohne deren Einbezug kann es passieren, dass eine Kampagne völlig wirkungslos bleibt. Wie oben bereits erwähnt haben wir z.B. Stigmatisierung, Isolation und deren Ursachen gegenüber der anfänglich dominierenden Wissensorientierung mehr Raum gegeben.
So bietet sich auch dieses Modul an, die Sicht auf und den Umgang mit HIV-positiven Menschen nochmals ausdrücklich zu diskutieren und somit der Tabuisierung zu entreißen. Wir orientierten uns an Integration HIV-positiver Menschen anstatt deren Verdrängung, daran, dass man von HIV-positiven lernen kann im Kampf gegen die weltweite HIV-Epidemie und daran, dass niemand schuldig ist, sich mit HIV zu infizieren. Wer würde denn auf die Idee kommen, zu sagen, jemand ist schuld an seinem geringen Bildungsniveau?

--> 3 Weitere Module --> Inhaltsverzeichnis